Automatisierte Produktbeschreibungen
Von manueller Anreicherung zu einer bewachten Multi-Source-Pipeline — mit Qualitätsgate vor Veröffentlichung.
Überblick
- Ausgangslage
- Produktbeschreibungen entstanden Produkt für Produkt von Hand.
- Ziel
- Automatisiert erzeugen — ohne die Sorgfaltspflicht bei Gesundheitscontent aufzuweichen.
- Lösung
- Multi-Source-Pipeline mit festem Schema, Guardrails und Quality Gate vor Veröffentlichung.
- Ergebnis
- ~70 % weniger manuelle Content-Erstellung, unvollständige Produkte gehen nicht live.
Manuell ging nicht mehr skalierbar
Produktdaten-Anreicherung und Beschreibungen entstanden Produkt für Produkt von Hand.
Vorher
- Quellen pro Produkt öffnen und abgleichen
- Attribute und Texte manuell schreiben
- Rechtliche Pflichtangaben einzeln prüfen
Nachher
- 5–12 Partnerquellen automatisiert einlesen
- Strukturiert extrahieren, zusammenführen, absichern
- Nur freigegebene Beschreibungen veröffentlichen
Was „fertig“ heißen musste
Automatisierung war nur dann eine Option, wenn sie die Sorgfaltspflicht nicht verwässert. Zielbild und Grenzen standen deshalb vor der ersten Zeile Code fest.
Erfolgskriterien
- Beschreibungen ohne manuelle Recherche je Produkt
- Mehrere Partnerquellen zu einem konsistenten Text verdichten
- Feste Abschnittsstruktur statt frei formulierter Prosa
- Über den ganzen Katalog skalierbar, nicht nur im Einzelfall
Nicht verhandelbar
- Keine Fakten, die in keiner Quelle stehen
- Pflichtangaben vollständig — sonst keine Veröffentlichung
- Widersprüche sichtbar machen, nicht wegmitteln
- Jede Ablehnung nachvollziehbar protokolliert
Gleiches Muster bei euch?Kurzes Gespräch buchen
Vom PZN zur veröffentlichten Beschreibung
Jeder Schritt hat eine klare Aufgabe. Produkte ohne Pflichtangaben gehen nicht live.
Jedes Produkt wird über seine PZN identifiziert — der Einstiegspunkt für die gesamte Pipeline.
Zu jeder PZN werden Produktseiten von 5 bis 12 Partner-Online-Apotheken als Quellen herangezogen — darunter Aponeo, apolux, Pharmeo, Shop-Apotheke und DocMorris.
Produktseiten werden in großem Maßstab gescraped und in ein einheitliches Format gebracht.
Ein LLM schreibt jede Quelle in ein festes Schema: Attribute, Sicherheit, Vorteile, FAQs und verknüpfte Dokumente.
Sammeln → kategorisieren → abgleichen → nach Quellvertrauen priorisieren → synthetisieren. Harte Widersprüche folgen der Quellpriorität; bei Gleichstand erscheinen beide Werte unter „Nicht zugeordnet“.
Keine erfundenen Fakten, keine Interpretation, keine Verallgemeinerung, kein Mittelwert bei Konflikten. Pflichttexte für Nahrungsergänzungsmittel werden automatisch ergänzt.
Fehlen Pflichtabschnitte oder -informationen, wird das Produkt nicht veröffentlicht. Der Grund wird für die Prüfung protokolliert.
Abgelehnte Produkte landen im Review mit nachvollziehbarem Ablehnungsgrund — nichts geht stillschweigend live.
Nur freigegebene Produkte erscheinen mit bis zu 14 Abschnitten in fester Reihenfolge — leere Abschnitte entfallen.
Schritt oder tippen für Details.
5–12 Quellen, eine strukturierte Beschreibung
Pro Produkt fließen zwischen fünf und zwölf Partnerquellen ein. Die Pipeline kategorisiert, gleicht ab und priorisiert nach Quellvertrauen — statt Texte zu mischen.
- Sammeln
- Kategorisieren
- Abgleichen
- Priorisieren
- Synthetisieren
Gesundheitscontent unter YMYL-Regeln
Die Pipeline darf Fakten zusammenführen — nicht erfinden oder interpretieren.
Erlaubt
- Fakten aus Quellen extrahieren und zuordnen
- Ergänzende Details zusammenführen
- Pflichttexte für Nahrungsergänzungsmittel automatisch ergänzen
- Widersprüche nach Quellpriorität oder transparent ausweisen
Nicht erlaubt
- Fakten erfinden
- Quellen interpretieren oder verallgemeinern
- Konflikte durch Mittelwerte „lösen“
- Unvollständige Produkte veröffentlichen
Jede Aufgabe zum günstigsten Modell, das die Qualität hält.
Kein Einheitsmodell für die ganze Pipeline. Schritte werden getrennt geroutet, Modelle verglichen, und teure Kapazität nur dort eingesetzt, wo sie den Output wirklich bewegt.
- 01
Routing nach Aufgabe
Strukturierte Extraktion braucht vor allem Schema-Treue — dort reichen günstigere Modelle. Synthese und Guardrails treffen Freigabe und Haftung; dort laufen stärkere Modelle.
- 02
Vergleich statt Bauchgefühl
GPT, Gemini und Claude werden je Task gegen Qualität und Kosten gemessen. Das Routing folgt den Zahlen — welches Modell auf welchem Schritt landet, ist Ergebnis, nicht Vorliebe.
- 03
Pipeline kostenoptimiert gebaut
Billige Schritte laufen oft und parallel; teure nur, wenn Validierung oder YMYL-Risiko es verlangen. So bleibt der Laufpreis niedrig, ohne die Sorgfaltspflicht zu verwässern.
Bis zu 14 Abschnitte — feste Reihenfolge
Nur Abschnitte mit Inhalt werden ausgegeben. Leere Felder entfallen.
- Hauptbeschreibung
- Eigenschaften
- Anwendung
- Verzehrempfehlung
- GebrauchsanweisungOhne Daten — übersprungen
- Aufbewahrung
- Zutaten
- Inhaltsstoffe (Tabelle)
Beispiel: Inhaltsstoffe (Ausschnitt) Stoff Menge Vitamin C 80 mg Zink 10 mg Biotin 50 µg - Allergiehinweise
- NährwerttabelleOhne Daten — übersprungen
- GrößentabelleOhne Daten — übersprungen
- Warnhinweise
- Herstellerdaten
- Nicht zugeordnetOhne Daten — übersprungen
Weniger Handarbeit — gleiche Sorgfaltspflicht
Die Pipeline übernimmt Scraping, Extraktion, Synthese und Qualitätskontrolle. Freigabe bleibt regelbasiert — ohne erfundene Fakten.
~70 %
weniger manuelle Content-Erstellung
- 5–12
- Partnerquellen je Produkt, automatisiert zusammengeführt
- 14
- Abschnitte maximal, in fester Reihenfolge — leere entfallen
Was bewusst gleich geblieben ist
- Ohne vollständige Pflichtangaben geht nichts live
- Keine erfundenen Fakten — nur belegte Quellen
- Abgelehnte Produkte landen mit Grund im Review
Dasselbe Muster, andere Branche
Die Pipeline ist für Apothekenprodukte gebaut — das Muster nicht. Es greift überall dort, wo Menschen Daten aus vielen Quellen von Hand zu Texten verdichten.
Viele Quellen, ein Datensatz
Eure Leute öffnen pro Datensatz mehrere Lieferanten-, Hersteller- oder Partnerquellen und gleichen sie im Kopf ab.
Inhalte mit Haftungsrisiko
Pflichtangaben, Rechtstexte oder Sicherheitshinweise müssen stimmen — „meistens korrekt“ reicht nicht.
Durchsatz hängt an Köpfen
Mehr Produkte, Märkte oder Sprachen bedeuten bisher schlicht mehr Personen, die dasselbe tun.
Wenn zwei davon zutreffen, lohnt sich ein Gespräch. 20 Minuten reichen, um zu klären, ob das Muster trägt.